Praxis für Klassische Homöopathie

HOmöopathie


Klassische Homöopathie

 

Bei der homöopathischen Behandlung wird der Mensch als Ganzes betrachtet und ernst genommen.

Es wird nicht einfach versucht Symptome an einzelnen Stellen zu beheben. Die Symptome und Besonderheiten des ganzen Organismus werden als Gesamtausdruck der Krankheit verstanden.

Alle Veränderungen in allen Bereichen des Menschen, Körper, Geist, Emotionen, lokal, organbezogen, systemisch, innerlich und äußerlich werden erfasst.

So ergibt es sich, dass zwei Menschen mit den gleichen Diagnosen bei genaueren Betrachtung vollkommen unterschiedliche Symptome in Bezug auf den ganzen Organismus entwickeln.

Diese individuelle Betrachtung führt zu einer individuellen Arzneimittelwahl bei jedem Patienten.

 

Für die Homöopathie u.a. charakteristische Dinge sind:

  • Eine ausführliche Anamnese mit genauer Mitschrift aller Symptome und Besonderheiten geht der Arzneimittelwahl und Behandlung voraus
  • Die Mittelverordnungen und Reaktionen sowie der gesamte Behandlungsverlauf werden genau dokumentiert
  • Die verwendeten Arzneien wurden am Gesunden Menschen geprüft, um zu erkennen welche Symptome sie entwickeln können
  • Die Ausgangssubstanzen der Arzneien werden potenziert
  • Die geprüften Arzneien werden nach ihrer Ähnlichkeit im individuellen Krankheitsfall ausgewählt, d.h. die Symptome des Patienten finden sich im Arzneimittel wieder.                                                                           Für die klassische Homöopathie gilt außerdem:
  • Es kommt nur ein Mittel gleichzeitig zum Einsatz, keine sogenannten Komplexmittel die mehrere Arzneimittel in verschieden Potenzen enthalten können
  • Das Arzneimittel wird in so geringer Menge wie möglich verwendet.
  • Die Wirkung des Arzneimittels wird genau beobachtet und die Einnahme dementsprechend angepasst.

"Das höchste Ideal der Heilung ist schnelle, sanfte, dauerhafte Wiederherstellung der Gesundheit, oder Hebung und Vernichtung der Krankheit in ihrem ganzen Umfange auf dem kürzesten, zuverlässigsten, unnachtheiligsten Wege, nach deutlich einzusehenden Gründen."

Dr. Samuel Hahnemann, §2 Organon



 (sehr kurze) Geschichte und Informationen zur Homöopathie

 

Der Deutsche Arzt und Chemiker Christian Friedrich Samuel Hahnemann (* 10. April 1755 in Meißen; † 2. Juli 1843 in Paris) nahm 1790 im Rahmen eines Selbstversuches beim Übersetzen eines medizinischen Textes über mehrere Tage Chinarinde zu sich, wie Sie damals zur Malariabehandlung verwendet wurde.

Daraufhin entwickelte er Symptome wie sie für Malaria typisch sind.

Dies war die erste Arzneimittelprüfung Hahnemanns. Später forderte er für homöopathische

Arzneimittel, dass jede Arznei vor der Verwendung am Kranken durch gesunde Menschen geprüft worden sein muss um zu sehen welche Symptome die Prüfer entwickeln.

Nach weiteren Versuchen mit anderen Substanzen formulierte er 1796 das Ähnlichkeitsgesetz:

 

„Similia similibus currentur – Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt“.

 

Er hatte herausgefunden, dass ein Arzneimittel heilende Wirkung hat wenn die Symptome, die die Substanz im gesunden Körper auslösen kann den Symptomen der zu behandelnden Krankheit ähnlich sind.

Der Begriff Homöopathie setzt sich demnach aus den griechischen Wörtern für „gleichartig, ähnlich“ und „Leid, Schmerz“ zusammen und bedeutet in etwa „Ähnliches Leid“.

 

Das Ähnlichkeitsprinzip ist der wichtigste Grundsatz in der Homöopathie.

Homöopathie ist eine Form der Regulationstherapie.

Die homöopathischen Arzneimittel sind durch ihre Ähnlichkeit zur Krankheit in der Lage die Selbstheilungskräfte des Menschen zu stärken und ins Gleichgewicht zu bringen.

 

"Mit dem Simileprinzip hat Hahnemann ein Urprinzip gültig formuliert. Heilung kann nur durch Ähnlichkeit erfolgen - weshalb man jedes therapeutische System daran messen kann, ob es dem homöopathischen Prinzip gerecht wird oder nicht."

Thorwald Dethlefsen, Schicksal als Chance

 

Hahnemann forschte weiter über viele Jahre und fasste seine Ergebnisse schließlich in einem Buch zusammen, dem „Organon der Heilkunst“.

Dieses Werk bildet die Grundlage für jede klassische homöopathische Behandlung (und Ausbildung).

Ebenso das später von ihm veröffentlichte Werk „Die chronischen Krankheiten“, sein Standardwerk zu Arzneimitteln und der Behandlung chronisch Kranker.

Außerdem führte er als penibler Wissenschaftler von allen Versuchen und Behandlungen genau Buch. Das führen von Patientenakten wie wir Sie heute kennen, war bis dahin nicht üblich.

 

Im Laufe seiner Forschungen verdünnte er zu stark toxisch wirkende Substanzen und machte feste Bestandteile durch Verreiben löslich.

Dabei erkannte er, dass durch zunehmende Verreibung, Verdünnung und Verschüttelung der Ausgangstoffe die arzneiliche Wirkung nicht etwa schwächer sondern noch kräftiger wurde, je häufiger diese Schritte durchgeführt wurden (Potenzierung).

Die Potenzierung der Arzneimittel ist eine weitere große Besonderheit der Homöopathie, neben dem Ähnlichkeitsgesetz.

 

Hahnemann hörte bis zum Lebensende nicht auf zu forschen und seine Methode zu verfeinern.

Seine Schüler und Anhänger verbreiteten seine Lehren und prüften unermüdlich weitere Arzneimittel, bis in die heutige Zeit.

Inzwischen stehen einige tausend geprüfte homöopathische Arzneimittel zur Verfügung.


Wie kann ich als Patient erkennen ob mein Behandler nach den Regeln der Klassischen Homöopathie arbeitet?

  • Der Therapeut muss Arzt oder Heilpraktiker sein.
  • Fragen Sie nach wie lange die Erstanamnese dauert, in der Regel sollte sie mindestens 1,5 Stunden dauern.
  • Fragen sie nach ob Sie ein Einzelmittel verordnet bekommen oder ob der Behandler mit Mischungen mehrere Arzneimitteln (sogenannte Komplexmittel) arbeitet, was nicht klassisch homöopathisch wäre. Mit wechselnden Einzelmitteln zu arbeiten kann hingegen auch in der klassischen Homöopathie gelegentlich nötig sein.
  • Trauen Sie sich nach der Ausbildung Ihres Therapeuten zu fragen, Klassische Homöopathie ist nicht an einem Wochenende zu vermitteln!

In meinen Links finden Sie Verzeichnisse mit Ärzten und Heilpraktikern, die nach einer üblicherweise mehrjährigen Ausbildung klassisch homöopathisch tätig sind.